Hauchdünn ist die Schweiz an den 6. Euro Girls in Vordemwald am Turniersieg vorbeigeschrammt. Mit Rang 2 gelingt das beste Resultat in der Geschichte.

Was nach dem Schlusspfiff des Finals der Euro Girls 2026 bleibt, ist ein bunter Mix an Emotionen. Die Schweiz schafft 45 Sekunden vor Schluss gegen das spanische Topteam CP Rivas ohne Torhüterin und mit zusätzlicher Feldspielerin den Ausgleich zum 2:2. Ekstase pur. Mit dem letzten Angriff aber trifft Rivas neun Sekunden vor Schluss zum Sieg. Enttäuschung pur. Und trotzdem hat die Schweizer U17 Damen-Nati am Ende mit Rang 2 für das beste Resultat in der Geschichte an den Euro Girls gesorgt.
«Jetzt sind wir vor allem enttäuscht. Wir wollten den Turniersieg, wir haben herausragend gekämpft. Mit etwas Distanz werden wir aber sicher sehr stolz auf unsere Leistung sein», meint Mara Schenk, Kapitän der Schweizer Nati.
Tatsächlich hat das Schweizer Team schon in der Vorrunde überzeugt und sich stilsicher für die Niederlage im Vorjahr gegen Deutschland revanchiert und dann gegen Sant Just nachgelegt, womit die Finalrunden-Teilnahme schon am Freitag feststand. Dass dazu zwei Siege gegen den starken portugiesischen Vertreter Parede FC gelungen sind, ist ebenfalls ein starkes Ausrufezeichen.
Mara Schenk und Sara Jauch im MVP-Team
Als einzige Mannschaft hat die Schweiz auch zwei Vertreterinnen im MVP-Team des Turniers gestellt. Mara Schenk als grossartige Spielmacherin und Sara Jauch als beste Torschützin des Turniers, sie hat zehn Tore erzielt, sind von der Jury bestehend aus allen Trainern der Mannschaften deutlich gewählt worden.
Organisatoren sind zufrieden
Auch für den Verband haben sich die Euro Girls 2026 gelohnt. Als Organisator in Zusammenarbeit mit dem lokalen RHC Vordemwald kann ein sehr positives Fazit gezogen werden. Es gab keine grösseren Verletzungen, die Halle war an drei Tagen sehr gut gefüllt und die zwei Fernsehspiele auf Swiss Sport TV sind von über 15'000 Zuschauerinnen und Zuschauern mitverfolgt worden.
Die Euro Girls werden auch 2027 wieder in Vordemwald stattfinden und zwar vom 18. bis 21. Februar.











